Viele Ärzte wähnen sich, was ihre Altersvorsorge betrifft, in einer falschen Sicherheit. An einen bestimmten Lebensstandard gewöhnt, gehen die meisten davon aus, dass dieser durch Pflichtelemente wie das Versorgungswerk und ggf. öffentliche Zusatzversorgungen (KZVK/ZVK/VBL) auch für den Ruhestand gesichert ist – liegen jedoch meistens falsch. 

Den wenigsten Ärzten ist bewusst, dass von den Altersversorgungsversprechen der Pflichtversorgungskassen noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge in beträchtlicher Höhe gezahlt werden müssen“, fasst Sven Küstner, Geschäftsführer der bAV Innovationspartner GmbH, das Hauptproblem in puncto Ärzteversorgung zusammen.

Diese Diskrepanz lässt sich am besten an einem Beispiel erläutern: Einem heute 50-jährigen Oberarzt verbleiben bei einem Jahresbruttogehalt von 161.500 Euro nach Steuern und Krankenversicherung ca. 88.000 Euro Liquidität zur Verfügung. Im Rentenalter kann er aus der Pflichtversorgung des Versorgungswerkes und der Zusatzversorgungskasse in Summe etwa 62.000 Euro brutto erwarten. Nach Steuern und Krankenversicherung verbleiben ihm voraussichtlich noch ca. 40.600 Euro zum Leben. Ohne zusätzliche Maßnahmen müsste der Oberarzt nach der aktiven Berufsphase seinen Lebensstandard also um mehr als die Hälfte reduzieren.

Wer seinen gewohnten Lebensstandard fortführen möchte, sollte folglich rechtzeitig eine realistische und individuelle Planung in Angriff nehmen.

Artikelserie des Online-Magazins arzt-wirtschaft.de beleuchtet alle Stufen der Vorsorgepyramide

Mit Unterstützung der bAV Innovationspartner GmbH stellt das Online-Magazin arzt-wirtschaft.de die verschiedenen Bausteine der Altersversorgung für angestellte Ärzte – angefangen beim Versorgungswerk bis hin zu privaten Anlagemöglichkeiten – in den kommenden Monaten Stufe für Stufe im Detail vor. Dabei werden die Vor- und Nachteile bzw. Besonderheiten beleuchtet. Der erste Beitrag widmet sich dem Versorgungswerk und wurde am 12. Dezember 2017 veröffentlicht.